Der Simmelsdorfer Routinier Arnulf Teuchert beendet internationale Rennkarriere bei der Enduro Vintage Trophy auf der lsola d'Elba.

Dort können nur Motorräder mit Mindestalter von 30 Jahren auf die Strecken gehen. „Bei den Fahrern gibt es keine Altersbegrenzung, aber der Durchschnitt bewegte sich auch schon jenseits der 55 Jahre“, erzählt „Motocross-Oldie" Arnulf Teuchert aus Simmelsdorf.

  • ArnulfTeuchert_01
  • ArnulfTeuchert_02
  • ArnulfTeuchert_03
  • ArnulfTeuchert_04
  • ArnulfTeuchert_05

Letzter internationaler Einsatz

Er war begeistert davon, wie die Italiener das Rennen auf Elba ausgerichtet haben: „Die Italiener haben aus dieser Enduro Vintage Trophy eine Riesen-Show gemacht, eben wie bei einer richtigen Six days Weltmeisterschaft“. Daher empfand er den Wettbewerb als sehr emotional - vor allem für die Neulinge in dem Klassik-Sport. Aber auch für ihn persönlich: „Für mich war es wohl mein letzter internationaler Einsatz. Es war eine sehr schwere, aber doch schöne Geländefahrt. Hat uns allen sehr viel Spaß gemacht.“

Teuchert berichtet, dass es eigentlich wie immer auf Elba war: Eine grandiose Landschaft, mildes Klima, freundliche Leute und ein blaues Meer, das einen ständig zum Baden einlädt. „Aber wir waren ja zum Moped fahren hier und nicht zum Planschen." Für Teuchert war es diesmal der vierte Start auf der Insel. Der Motorsportclub „Isola d'Elba" hat dem insgesamt sehr großen deutschen Team sowie allen weiteren Nationen auf der traumhaften Urlauber-Insel eine durchwachsene, gut geschotterte Geländestrecke, die top ausgeschildert war, geboten. Für Teuchert waren die drei Enduro¬Prüfungen samt Cross-Sonderprüfung in einem Olivenhain vom ersten Tag an bereits ein Leckerbissen. „Die durften beziehungsweise mussten wir jeden Tag je zwei Mal absolvieren, also insgesamt sechs Mal."

An Tag zwei ereilte den Simmelsdorfer jedoch ein Platten bei der Enduro-Prüfung. Die Zeit wurde durchs Reifenwechseln knapp, aber er kam rechtzeitig ins Ziel. Am Ende stand Motocross mit vier Runden a zwei Kilometern an: „Nichts Besonderes mehr, nur noch Showtime für die Seele und die vielleicht 1 500 Zuschauer."

Der Trophy-Sieg ging an Frankreich. Die jungen Deutschen, Johannes Steinel, Uwe Weber und Bert von Zitzewitz kamen als sehr gute zweite vor Spanien an. Ein 28. Rang sprang für „Germany III" mit Teuchert auf Hercules GS 80, Paul Listl auf Suzuki RM 250 und Eberhardt Weber auf Hercules GS 125 heraus.